Schulstatistik 2010/2011

Anmerkungen zur Schulstatistik 2010/2011

 

Die Daten für die Schulstatistik wurden von Frau Andreea Fusle–Tana zusammengetragen. In der diesjährigen Schulstatistik für Siebenbürgen sind 86 Kindergärten, 46 Allgemeinschulen und 13 Lyzeen erfasst.

 

1. Kindergärten

 

Die Zahl der Kindergärten mit deutschen Gruppen, die in der Statistik erfasst sind, ist auch in diesem Jahr gesunken. Die Kindergärten Nr. 12 Karlsburg, Nr. 4 Mühlbach, der Kindergarten aus Sfantu Gheorghe; Nr. 28, Nr. 7, Nr. 20, Coco aus Hermannstadt; Nr. 2 Reußmarkt; Nr. 3 Hunedoara, PP2 aus Kronstadt und der Kindergarten aus Tartlau haben keine deutschsprachigen Gruppen. Die Zahl der erfassten Gruppen ist aber von 129 auf 142, die Zahl der Kindergartenkinder von 2831 auf 3299 gestiegen.

 

2. Allgemeinschulen

 

Im Vergleich zum Vorjahr haben wir 5 Allgemeinschulen weniger. Die Schulen in Nadesch, Sankt Martin (Kreis Muresch), Sinca Noua und Viktoriastadt (Kreis Kronstadt) sowie „Dr. A. Vlad“ in Broos (Kreis Hunedoara) haben in diesem Schuljahr keine Klassen mit deutschem Unterricht. Auch wenn die Schülerzahl und auch die Zahl der in deutscher Sprache unterrichteten Fächer dieser Schulen in den Vorjahren klein war, so ist es doch ein Verlust, dass in den genannten Schulen kein deutschsprachiger Unterricht mehr existiert.

 

Die Schülerzahl in unseren Allgemeinschulen ist von 6091 auf 6279 gestiegen. Es bestehen auch in diesem Jahr Klassen mit wenig Schülern. Das ist besorgniserregend, da weiteren Schulen das Auflösen der deutschen Klassen droht. In sehr wenigen wird Schulen die Schülerzahl 20 pro Klasse erreicht oder überschritten. Besonders gefährdet sind Klassen mit unter 10 Schülern, in Schulen aus Seiden, Mühlbach, Petersdorf, Burgberg, Alzen, Neudorf, Eisenmarkt, Elisabethstadt, Freck, Neudorf, Schellenberg, Botsch, Nussbach. Es fehlt weiter und immer mehr an sprachlich und fachlich kompetenten Lehrkräften. Die bevorstehenden Lohnkürzungen werden sicher dazu beitragen, dass dieser Mangel sich verschärft.

 

In 15 Ortschaften gibt es Schulen ohne Gymnasialstufe. Da die Schüler aus diesen Ortschaften ab Klasse V pendeln müssen und oft einen weiten Weg zur Schule haben, entschließen sich leider die Eltern oft, ihre Kinder in die rumänischen Klassen zu schicken. So gehen den deutschsprachigen Klassen Schüler verloren. In mehreren Dörfern ist die Schüleranzahl so klein, dass in der Grundschule simultan unterrichtet wird.

 

Die Zahl der auf Deutsch unterrichteten Fächer schwankt sehr stark und ist in vielen Schulen im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Soll man den angegeben Daten Glauben schenken, so ist 13 (! Agnetheln) die Höchstzahl und 1 die kleinste Zahl. Ein Fach auf Deutsch (also kein Fachunterricht in deutscher Sprache) wird in Agnetheln. Die Schulen aus Mediasch und Reps haben nicht angegeben, wieviel Fächer auf Deutsch unterrichtet werden.

 

3. Lyzeen

 

In den 12 Lyzeen mit deutscher Abteilung lernen in diesem Schuljahr 1978 Schüler (um 89 weniger als im Vorjahr). Die Schülerzahl schwankt zwischen 19 (Sf. Iosif, Karlsburg) und 459 (Brukenthal). In Karlsburg gibt es keine X., im Dna Stanca Fogarasch keine XI., im Energetic Hermannstadt gar deutsche keine Klasse mehr. Auch die Schüleranzahl pro Jahrgang ist unterschiedlich.

 

Von den 1032 Schülern der 8. Klasse aus dem Vorjahr fanden 955 Aufnahme in eine deutsche Lyzeumsklasse. Das heißt, dass 77 Schüler weiter an rumänischen Schulen lernen, das sind genau so viele wie im Vorjahr. Ein Grund dürfte die Entfernung zum Heimatort sein, ein anderer die schwache Vorbereitung dieser Schüler aber sicherlich auch der Lehrermangel an unseren deutschen Lyzeen und die mangelnde Qualität des Unterrichts. Die Anzahl der auf Deutsch unterrichteten Fächer schwankt auch im Lyzeum zwischen 3 und 16. (wobei die Schüler der Klasse 10 nur 16 Fächer haben).

 

Helmine Pop

Leiterin der Schulkommission