Wiesenfest in Jaad

Für seinen Einsatz um die Siebenbürger Sachsen wurde Dr. Vasile Dîncu im Rahmen des Wiesenfestes in Jaad/Livezile mit der Honterusmedaille ausgezeichnet. Insbesondere für den Einsatz um die Finanzierung der Notsicherungsmaßnahmen nach den beiden Kirchturmeinstürzen in Rothbach und Radeln hat sich der damalige stellvertretende Ministerpräsident und Minister für regionale Entwicklung und die öffentlichen Verwaltung im Kabinett Cioloș verdient gemacht.

 

Als das architektonische Erbe der Siebenbürger Sachsen nach den Zusammenbrüchen der Kirchtürme von Rothbach und Radeln stark gelitten hat, hat der damalige Minister für Regionale Entwicklung sofort Maßnahmen zur Finanzierung und Durchführung von Rettungsmaßnahmen durch staatliche Stellen eingeleitet“, sagte Martin Bottesch.

 

Als Ausdruck unserer Anerkennung und Dankbarkeit verleihen wir die Honterusmedaille, in einem besonderen Jahr für die sächsische Gemeinschaft, denn wir feiern 500 Jahre lutherische Reformation, die in Siebenbürgen friedlich verlaufen ist, was gezeigt hat, dass diese Region von Toleranz und gegenseitigem Verständnis geprägt ist, europäischen Werten, für die sich Dr. Vasile Dîncu stets eingesetzt hat“, so der Vorsitzende des Siebenbürgenforums zum Abschluss seiner Lobrede.

 

Dîncu gilt als einer der stärksten Förderer der deutsch-rumänischen Beziehungen. Bereits 2015 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Der Politiker und Soziologe stammt aus Nassod und begann seine politische Laufbahn als Minister für Öffentliche Information. In dieser Funktion initiierte er die Schaffung der Position eines Unterstaatssekretärs für die deutsche Minderheit beim Departement für Interethnische Beziehungen. Von 2004 bis 2008 gehörte er dem Senat und von 2005 bis 2007 dem Europäischen Parlament an.Bereits zum fünfzehnten Mal wurde in Jaad das Wiesenfest gefeiert. Mit dabei waren in diesem Jahr die Bistritzer Kapelle Harmonie, die sächsischen Tanzgruppen Regenbogen aus Bistritz sowie Goldregen aus Sächsisch Regen, der Edelweiss-Chor aus Piatra-Neamț, die Vokal-Instrumentalgruppe „Zwei mal Zwei“ aus Bacău sowie die ungarische Tanzgruppe Boróka und das Folkensemble Nunta Zamfirei aus Jaad.