Grußwort von Paul-Jürgen Porr anlässlich des Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel beim DFDR

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
Sehr geehrter Herr Staatspräsident,

Es ist uns allen eine besonders große Freude und Ehre, Sie heute in diesem Hause willkommen zu heißen. Wir hatten mehrere Bundespräsidenten hier zu Gast, aber noch nie einen Bundeskanzler. Es ist deshalb für uns ein historischer Besuch und ich möchte diese Gelegenheit wahrnehmen, Ihnen für die konstante Hilfe zu danken, die die Regierungen seit 2005 unter Ihrer Kanzlerschaft uns haben zukommen lassen. Auch der EU-Beitritt Rumäniens unter deutscher Ratspräsidentschaft war sicher nicht zufällig.

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Zwei neue Gesichter im Vorstand

Siebenbürgenforum

In der ersten Vertreterversammlung des Demokratischen Forums der Deutschen in Siebenbürgen (DFDS) in diesem Jahr haben die Anwesenden Radu Nebert (r.) vom Klausenburger Forum sowie Thomas Șindilariu (l.) vom Kronstädter Ortsforum zu Stellvertretern von Martin Bottesch (m.) gewählt. Zuvor hatte sich Dr. Karl Scheerer von diesem Amt zurückgezogen. Im kommenden Jahr finden turnusmäßige Wahlen statt.

Filmvorführung über die Gründung des Deutschen Forums

Am morgigen Dienstag, den 26. März um 19 Uhr, zeigt das Demokratische Forum der Deutschen in Hermannstadt den Film „Die Gründer. 30 Jahre DFDR“. Es ist gleichzeitig der Auftakt der diesjährigen Hermannstädter Gespräche.

Der Film von Günter Czernetzky zeichnet die Gründungsgeschichte des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) nach und stellt die Hauptakteure der ersten Stunde in den Mittelpunkt. Regisseur Günter Czernetzky wird im Anschluss an den Dokumentarfilm für Fragen des Publikums zur Verfügung stehen. Die Moderation des Abends übernimmt Benjamin Józsa, Geschäftsführer des DFDR.

Die Veranstaltung findet im Bischofspalais – Bischofssaal (1. Stock.) – in der Sporergasse/Str. General Magheru 4 statt.

Agnetheler Urzeln liefen bei herrlichem Sonnenschein

Urzel in Agnetheln im Januar 2019

„Um die Wende zum 20. Jahrhundert waren die meisten Agnethler Zünfte zu schwach, um alljährlich ihre Zunftbräuche durchzuführen. Zunächst verabredeten sie den gemeinsamen Gang der Zunftausschüsse mit ihren Paraden, zu denen die Urzeln gehörten, zum Pfarrhaus. Man traf sich bei der Kirche und ging von dort gemeinsam zu Pfarrhaus. Anschließend wurden die Zunftladen den jeweils neu gewählten Gesellenvertretern überbracht. Von einem gemeinsamen Festzug der Zünfte kann in dieser Zeit nicht gesprochen werden. Der Besuch beim evangelischen Ortspfarrer war immer schon üblich, durch dieses Zusammengehen ersparte man dem Geistlichen einerseits Wiederholungen, andererseits wurde der Auftritt durch die größere Zahl der Teilnehmer staatlicher“, schreibt Kurt Breckner in „Die Urzelmaske im siebenbürgischen Agnetheln, im württembergischen Sachsenheim und in Süddeutschland. → weiterlesen

Tagung in Mediasch aus Anlass des 100. Jahrestages der Anschlusserklärung an Rumänien

100. Jahrestages der Anschlusserklärung an Rumänien

Aus Anlass der Anschlusserklärung der politischen Vertreter der Siebenbürger Sachsen an das Königreich Rumänien, vom 8. Januar 1919, veranstaltete das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien (DFDR) in Kooperation mit der Hanns-Seidel-Stiftung und dem Stephan-Ludwig-Roth-Lyzeum am vergangenen Sonnabend eine feierliche Tagung in Mediasch. Eröffnet wurde die Veranstaltung vom DFDR-Vorsitzer Dr. Paul-Jürgen Porr, in genau dem Saal, in dem vor 100 Jahren acht Stunden lang über die Anschlusserklärung debattiert wurde. Grußworte sprachen Daniel Seiberling, Regionalleiter der Hanns-Seidel-Stiftung in Rumänien, der Ukraine und der Republik Moldau, der bundesdeutsche Botschafter Cord Meier-Klodt, der Mediascher Bürgermeister Gheorghe Roman sowie Gastgeberin Elena-Teodora Ion, die Direktorin des Lyzeums. → weiterlesen

Feierliche Tagung im Stephan-Ludwig-Roth-Lyzeum in Mediasch

Aus Anlass der 100 Jahre, seitdem die in Mediasch versammelten Vertreter der Siebenbürger Sachsen sich am 8. Januar 1919 für den Beitritt zu Rumänien erklärt hatten, veranstaltet das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien in Kooperation mit der Hanns-Seidel-Stiftung und dem Stephan-Ludwig-Roth-Lyzeum Mediasch eine Tagung. Sie findet am Samstag, den 19. Januar, im Festsaal der Schule in Mediasch statt. In ihrem Rahmen bieten sechs Historiker Vorträge (in rumänischer Sprache mit Simultanübersetzung ins Deutsche) und es werden zwei Bücher zur Thematik sowie ein Projekt zu den Siebenbürger Sachsen vorgestellt.

Die feierliche Tagung wird um 10 Uhr durch den DFDR-Vorsitzenden Dr. Paul-Jürgen Porr und Daniel Seiberling, Regionalleiter der Hanns-Seidel-Stiftung in Rumänien, der Ukraine und der Republik Moldau eröffnet. Grußworte sprechen der deutsche Botschafter Cord Meier-Klodt und Elena-Teodora Ion, Direktorin des Roth-Lzyeums. Zum historischen Kontext, in dem die Beitrittserklärung erfolgt ist, referieren sodann Helmuth Julius Knall (St.-L.-Roth-Lyzeum), der Mediasch zur Zeit der Vereinigung vorstellt und Dr. Alexandru Nicolaescu (Forschungsinstitut für Geisteswissenschaften, Hermannstadt), der über „Das Bild der Sachsen in der rumänischen Presse zwischen 1914 und 1919“ spricht. Es folgt der Beitrag von Dr. Konrad Gündisch (Siebenbürgisches Kulturzentrum „Schloss Horneck“, Gundelsheim), der auf „Die Siebenbürger Sachsen im Ersten Weltkrieg, die Erklärung von Karlsburg/Alba Iulia und die Beitrittserklärung von Mediasch“ eingeht. Nach einer Kaffeepause stellt Dr. Rudolf Gräf (Prorektor der Babeș-Bolyai-Universität, Klausenburg und Direktor des Forschungsinstituts für Geisteswissenschaften, Hermannstadt) die Haltung der Banater Schwaben sowie der Berglanddeutschen zur Vereinigung mit Rumänien vor. Dr. Vasile Ciobanu (Forschungsinstitut Hermannstadt) spricht über die Bedeutung der Beitrittserklärung von Mediasch und deren Echo und Thomas Șindilariu (Honterus-Archiv, Kronstadt) reflektiert über die Konsequenzen der Mediascher Erklärung der sächsischen Nationalversammlung vom 8. Januar 1919.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung erfolgt (um 13.30 Uhr) die Vorstellung der Bücher „Loyalitätswechsel und institutioneller Neuanfang. Die regionalen deutschen Minderheiten in Rumänien 1918-1928” herausgegeben von Rudolf Gräf und Daniela Stanciu und „Mediașul și Marea Unire“ herausgegeben von Vasile Mărculeț und Helmuth J. Knall. Zum Schluss wird das Projekt der Michael-Schmidt-Stiftung „Die Deutschen. 100 Schicksale im rumänischen Jahrhundert” vorgestellt.

Die Veranstalter bitten Interessenten ihre Teilnahme an der Veranstaltung unter der Telefonnummer 0269-217841 oder per E-Mail an kultur@fdgr.ro anzumelden.

Junges Harbachtal – Facetten einer unentdeckten Landschaft

Am 11. Dezember 2018, um 19 Uhr, findet im Spiegelsaal des Forumshauses in Hermannstadt das sechste und letzte Hermannstädter Gespräch dieses Jahres statt. Dabei wird ifa-Kulturassistentin Magdalena Binder ihr Entwicklungsprojekt „Junges Harbachtal“ vorstellen und zusammen mit Joachim Cotaru (Hosman Durabil) und Mathieu Fevry (Pfadfinderzentrum in Leschkirch) über diese „unentdeckte“ Landschaft sprechen. Moderiert wird die Veranstaltung von Ruth István von der Stiftung Kirchenburgen.

Die Landwirtschaft im Harbachtal wird noch überwiegend zur Subsistenzwirtschaft und meist auf kleinsten Flächen betrieben. Die noch vor wenigen Jahren prägenden Dorfherden mit Rindern, Wasserbüffeln, Pferden, Ziegen sind mancherorts verschwunden, in den meisten kleiner geworden. Industriebetriebe gibt es nicht mehr. Für Hermannstädter ist das Harbachtal, im Vergleich zur Hohen Rinne oder dem Fogarascher Gebirge, eine weitestgehend unentdeckte Ausflugsregion. Doch bietet das Harbachtal eine Vielzahl von kleinen Gruppen, Vereinen und Betrieben, die das weitläufige Hochland zu einer facettenreichen Region machen. In Cornățel bemüht sich der Verein „Freunde der Schmalspurbahn“ um die Reaktivierung der Bahnstrecke, in Leschkirch gibt es ein internationales Pfadfinderzentrum und in Hundertbücheln widmet sich eine Gruppe junge Landschaftsplaner und Landschaftsarchitekten der Wehrkirche sowie der Dorfentwicklung.

Magdalena Binder entwickelte als ifa-Kulturassistentin in den vergangenen Monaten das Projekt „Junges Harbachtal“. Joachim Cotaru, von der Initiative Hosman Durabil, engagiert sich für die Wiederbelebung der dörflichen Ökonomie, ermöglicht Begegnungen und Veranstaltungen ohne soziale Hierarchien und gegen Rassismus. „Wir setzen auf kollektives Engagement und den Einsatz für die kleinbäuerliche Kultur im Harbachtal sowie eine gesicherte Zukunft der regionalen ländlichen Umwelt.“ Der Franzose Mathieu Fevry ist seit einigen Monaten bei den Pfadfindern in Leschkirch aktiv.

Nächstes großes Sachsentreffen findet 2021 in Hermannstadt statt

Sachsentreffen Hermannstadt

Die Vertreterversammlung des Demokratischen Forums der Deutschen in Siebenbürgen (DFDS) hat während ihrer Sitzung am 24. November beschlossen, dass im August 2021 wieder ein großes Sachsentreffen in Hermannstadt stattfinden soll.

„Nachdem das große Sachsentreffen 2017 bei vielen Teilnehmern in angenehmer Erinnerung geblieben ist und es zahlreiche Nachfragen gab, wann das Nächste veranstaltet wird, fiel der Beschluss, nach einem Abstand von vier Jahren, ein zweites derartiges Treffen zu veranstalten. Die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien, der Verband der Heimatortsgemeinschaften, die Verbände der Siebenbürger Sachsen in Deutschland und Österreich sowie der Deutsche Jugendverein Siebenbürgen und die Siebenbürgisch-Sächsische Jugend in Deutschland sind eingeladen, als Partner mitzumachen. Vorschläge und Ideen für die Gestaltung des Treffens sind willkommen“, erklärte der Geschäftsführer des Siebenbürgenforums, Winfried Ziegler.

Das kommende Sachsentreffen, im September 2019, findet in Bistritz statt.

Bericht des Vorsitzenden anlässlich der Vertreterversammlung des Siebenbürgenforums vom 24. November 2018

Die letzte Vertreterversammlung des Siebenbürgenforums hat am 24. März, also vor genau acht Monaten stattgefunden. In dieser Zeit ist der Vorstand zu einer Sitzung am 30. Juni zusammengekommen. Die Tätigkeit unseres Verbands ist in normalem Rahmen verlaufen, auch wenn die politische Lage im Land gespannt war und wir als deutsche Minderheit wiederholt Angriffen seitens der Regierungspartei PSD ausgesetzt waren. Das Abwehren dieser Angriffe, die in Verleumdungen bestehen, erfolgt auf der Ebene des Landesvorstands, der bereits voriges Jahr, und dieses Jahr aufs Neue, die Verleumder bei Gericht angeklagt hat. Gewonnen wurde erst ein Prozess, mehrere sind im Laufen. In Hermannstadt hatten wir Ende September einem lokalen Abgriff zu entgegnen, der durch einen offenen Brief der Kreisorganisation der PSD gegen das Forum und gegen den Staatspräsidenten geführt worden war. In unserem Antwortschreiben haben wir klargelegt, dass die Etikettierung des Forums als Nazi-Organisation eine bewusste Desinformation der Öffentlichkeit ist. Die Kampagne, die auf die politische Schwächung des Präsidenten hinzielt, läuft jedoch auf nationaler Ebene weiter und wird wahrscheinlich mit dem Herannahen der Präsidentschaftswahlen 2019 zunehmen. → weiterlesen